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        Fujifilm X-T2 – geeignet für Personen über 40

        Ich schreibe das Jahr 2005 – das Jahr mit der ich zum ersten Mal Kontakt zu einer digitalen Spiegelreflexkamera hatte. Ich rede hier von der genialen Fujifilm Finepix S3Pro. Feuer und Flamme war ich und fasziniert von neuen Möglichkeiten. Natürlich war es begeisternd, schneller an sein Bild zu kommen und die Ergebnisse über Nacht zu sichten. Allerdings muss ich schon zugeben, dass die analoge Zeit auch seinen Charm hatte. Es war alles so geheimnissvoll und aufregend. Nicht wirklich zu wissen, wie das fotografierte Bild geworden ist, brachte eine gewisse Spannung mit sich. In der digitalen Welt ist alles anders geworden. Man hat keine Geduld mehr und möchte bereits vor dem Auslösen eines Bildes schon das Ergebniss sehen. Diese Schnelligkeit empfinde ich irgendwie auch als Feind. Alles muss ruck-zuck gehen. Zack-Bumm, geschossen, mit Presets überflogen und noch schneller ins Netz gestellt und dann nach Minuten ist es vergessen. Ja, das eine oder andere Bild bleibt zwar mal hängen, aber ganz ehrlich … es ist nur ein Überfliegen und kein Hineinschauen mehr. Ich hatte bereits darüber geschrieben – es geht hier nicht darum, die Bilder auf dem Smartphone mit zwei Fingern zu vergrößern, sondern es geht darum, das Bild zu verstehen und es auf sich wirken zu lassen.

        Aber was sind denn schon Bilder, wenn man diese nur auf dem Smartphone anschaut? Sagst Du auch manchmal: Was würde ich bloß ohne Smartphone machen? Naja, was machen wir denn schon mit dem Smartphone? Bilder vergrößern mit zwei Fingern. Diese Gestik, die erfunden worden ist – genialer Hit! Ich habe meiner Frau versprochen ein Bildband zusammenzustellen. Ein Bildband, das die letzten 10 Jahre beinhalten wird. Wie viele Seiten es am Ende haben wird, weiß ich nicht. Ist mir eigentlich auch egal. Aber solch ein Buch in ihren Händen zu halten, ist ihr Wunsch und ich werde ihr diesen erfüllen.

        Lasst mich weiter erzählen von der Fuji. Die S3 war meine erste digitale Kamera und nun nach 12 Jahren besitze ich nun die X-T2. Eins vorweg, ich liebe meine Nikons, und diese sind auch weiterhin meine Arbeitstiere. Warum nun die X-T2? Ganz einfach: ich brauche etwas geeignetes für mein Alter. Ich saß mit meinem Freund Marco Schwarz am Küchentisch mit einer Tasse Kaffee und hielt die X-T2 in der Hand – wir haben festgestellt, es ist eine Schönheit. Lange Rede, kurzer Sinn, auch ich war begeistert. Der elektronischer Sucher ist schon was feines. Man sieht bereits das fertige Bild bevor man den Auslöser betätigt. Cool, nicht? Ihr erinnert euch bestimmt noch an den ersten Absatz …. tülütü!

        Dennoch ging ich mit gemischen Gefühlen an diese Kamera … ihr wisst schon, es ist kein Vollformat und so weiter und so fort …! Die S3 war auch kein Vollformat, aber welche Auswirkungen wird nun die X-T2 auf meine Arbeiten haben? Wie ist das Bokeh und wie verhält sich die Schärfe und ist es schnell? Mit dem Bokeh habe ich mich schnell angefreundet und die Schärfe ist wirklich präzise. Bei der Nutzung merkte ich nun, dass ich auf einmal mehr auf das Ergebniss des Bildes im Sucher achtete, anstatt mich wie gewohnt auf meine Bildkompositionen zu konzentrieren. Das muss ich allerdings noch etwas in den Griff kriegen, aber ich bin guter Dinge. Nachdem die ersten Aufnahmen total ernüchternd waren, habe ich mich wirklich gefragt, warum ich diese Kamera habe. Schnell habe ich auch festgestellt, dass ich meinen Stil in der Bildbearbeitung anpassen musste – oh nein! Ich dachte an meinen ersten Hauptgrund für die Kamera, ich bin schon stark über 40, also 43 und ich brauche auch mal eine leichte Kost – das musste ich zunächst mal meiner Frau vermitteln, um es absegnen zu lassen. Mittlerweile sind wir gute Freunde geworden, ich meine die Kamera und ich – die X-T2 ist nun mein ständiger Begleiter. Bevor es nun doch noch zu Missverständnissen kommt: meine Frau und ich sind die besten Freunde!

        Dieser Artikel hier ist natürlich kein Testbericht und dient natürlich auch nicht als Grundlage für eine Kaufentscheidung! Das können andere viel besser machen – daher, einfach mal googlen.

        Doch mit Überzeugung kann ich sagen: es ist eine super Kamera für Personen über 40. Sicherlich ist es auch für jüngere sehr geignet.

        Alle Bilder in diesem Artikel wurden mit dem 35mm 2.0 Objektiv von Fuji fotografiert. Die Bilder sind bearbeitet, da mich vorrangig das Endergebnis interessiert.

        Weder Fujifilm noch Areco-Sports kennen mich – schade eigentlich, oder? 🙂

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        BY:
        HAM.