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        Portraitshooting | Geroldsauer Wasserfälle

        Mein Wecker geht um 5:00h in der früh an und ich muss bereits wichtige Entscheidungen treffen. Stehe ich auf oder bleibe ich lieber im Bett?

        Nein, es ist nicht gerade Montag, sondern Samstag und es stand ein Shooting an – in Baden-Baden an den Geroldsauer Wasserfällen, mit einer guten Freundin der Familie.

        Seit langem ging mir eine Idee durch den Kopf: Frau, rotes Kleid und Wasserfall. Ich war begeistert – bis ich mich vor einiger Zeit bei Instagram angemeldet habe. Sehr schnell habe ich festgestellt, dass ich mit dieser Idee nicht alleine bin – unglaublich! Doch ich erinnerte mich an Karl Valentin, der mal sagte: „Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.“ So ist es halt auch mit der Fotografie. Alles ist bereits fotografiert, halt nur nicht von jedem.

        Also, ließ ich mir die Freude nicht nehmen und begann mit der Planung. Die Frage der Kleidung musste natürlich geklärt werden. Mindestens ein Kleid musste rot sein (gefunden bei Ever Pretty ) und ein anderes weiß (gefunden bei meiner Frau im Kleiderschrank). Ein Damenhut musste her und ein Fernglas. Die, die mir folgen bzw. meine Beiträge lesen, wissen dass einer meiner Lieblingsfotografen Rodney Smith aus New York ist. Seine Art der Fotografie begeistert mich und hat auch Einfluss auf mich. Was allerdings viele nicht wissen ist, dass ich mit ihm seit Ende 2014 im Kontakt stand und somit fotografisch noch mehr von ihm inspiriert wurde. Leider ist er Ende letzten Jahres verstorben!

        Zurück zum Shooting: Es hat sich bei dem Wasserfall sehr schnell herausgestellt, dass meine Stimme das Wasserrauschen nicht überstimmen konnte, um konkrete Anweisungen zu geben. Schließlich war ich sehr froh eine starke Stimme dabei zuhaben – danke Joanna!

        Zu einer Planung gehört auch den Sonnenverlauf zu berücksichtigen, um die Zeit für’s Fotografieren besser einschätzen zu können. Eigentlich sollte es den ganzen Tag nur bewölkt sein – also, kein Problem! Doch vor Ort gab es ein paar Schleierwolken und Sonnenschein pur. Da hat die App mir einen Streich gespielt. Ok, dachte ich – zur Mittagszeit wirst du eh nicht fotografieren. Dummerweise hatte ich den Fußweg vom Parkplatz zum Wasserfall nicht berücksichtigt. Während des Shootings hatte ich Probleme mit der Sonne, die teilweise voll auf den Wasserfall und auf mein Model schien – und das bereits am Vormittag. Ich hatte ca. 3-4 Blendenunterschiede.  Wir haben dennoch am Wasserfall fotografiert. Natürlich war im Gespräch das Shooting einfach auf den Nachmittag zu verlagern, doch das war an diesem Tag nicht möglich.

        Mir kamen die Worte von Matthew Brady in den Sinn: „Resultate sind unsicher – auch unter den erfahrensten Fotografen.“ Ich war gespannt auf die Ergebnisse. Denn vom Licht her war nichts kalkulierbar – innerhalb von wenigen Sekunden änderte sich immer wieder die Lichtsituation. Eine Landschaft kannst du nicht einfach mal umstellen, da bewundere ich die Ruhe und Geduld von den Landschaftsfotografen. Die Bearbeitung der Bilder hat mich ein paar graue Haare gekostet.

        Am Ende war ich an Erfahrungen reicher und diese Herausforderungen helfen mir bei den zukünftigen Projekten das eine oder andere besser zu berücksichtigen und umzusetzen. Dennoch bin ich mit den Ergebnissen glücklich, denn ohne diese geschilderten Umständen wären mir wahrscheinlich die teilweise märchenhafte Bildstimmung nicht geglückt.

        Nun habt ihr die Möglichkeit ein paar kurze Videos anzuschauen (die bereits damals veröffentlicht wurden) um ein Eindruck von dem Tag zu bekommen:

         

        Vielen Dank auch für die super Unterstützung vom Team:

        Gerne lade ich euch nun ein, eine kleine Auswahl der Bilder, in der Galerie anzuschauen: KLICK

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        BY:
        HAM.